Ersatzfläche Bergschlösslpark

Vize-Bürgermeister Bernhard Baier: „Tagestruktur für Alkohol- und Drogenkranke absolut wichtig und dringend notwendig!“

„Eine Tagestruktur für Alkohol und Drogenkranke in Linz ist absolut wichtig und dringend notwendig. Das ist fachlich unumstritten und grundsätzlich nur zu befürworten“, sagt der für Stadtnatur und Lebensqualität zuständige Vize-Bürgermeister Bernhard Baier. Daher habe die ÖVP auch in der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag gestellt, dass Bürgermeister Klaus Luger seine im September 2018 öffentlich angekündigten Pläne für eine Ersatzfläche für diese gesellschaftliche Radgruppe auf den Tisch legen soll. Nun hat der SPÖ-Bürgermeister mit dem Bergschlösslpark heute Donnerstag aber leider einen Ort präsentiert, der massive Schwächen aufweist. Die Wahl der Fläche ist für Baier nicht nachvollziehbar. „Dass nun genau der Bergschlösslpark als Innenstadt-Naherholungsoase zu einem Treffpunkt für Alkohol- und Drogenkranke werden soll, ist völlig unverständlich.“

Einerseits ist die Nähe zum Bahnhof und sein umliegendes Areal problematisch. Schließlich gilt der Bahnhof und sein Umfeld bis zum Fuße des Froschbergs aktuell leider als Hotspot für Drogen-Handel (bekanntermaßen insbesondere Cannabis) und bedarf daher ein Mehr an Sicherheitsmaßnahmen statt weiterer Herausforderungen in unmittelbarer Nähe. Zum anderen ist der Park auf Grund seiner Uneinsichtigkeit durch die dichte, schöne Bepflanzung und den alten Baumbestand völlig ungeeignet, um Kontrollen durchzuführen, den Überblick über diese Personengruppe zu behalten und damit für Sicherheit zu sorgen. Zudem gilt der 300 Jahre alte Park als Linzer Naturjuwel und idyllischer Ruheplatz mit besonderen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen für die Linzerinnen und Linzer. Ein Freizeit- und Naherholungsort, ein Ort der Lebensqualität für Familien und Senioren. Als für Stadtnatur und Lebensqualität zuständiger Vize-Bürgermeister wurde Baier nicht in die Suche nach dieser Ersatzfläche involviert, sondern stattdessen in der heute in der Früh stattgefundenen Stadtsenatssitzung vor vollendete Tatsachen gestellt