Hein muss sich im Verkehrsausschuss erklären!

 

„Informationsblockade“ ist eine Missachtung des Gemeinderats.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde durch Medienberichte offenkundig, dass es zu massiven statischen Fehlberechnungen bei der geplanten bzw. in Bau befindlichen neuen Donaubrücke an Stelle der alten Eisenbahnbrücke kam. 500 Tonnen Stahl müssen nun im Vergleich zur bisherigen Berechnung mehr verbaut werden. Dementsprechend komme es – so der Informationsstand bislang – zu zeitlichen Verzögerungen sowie einer Erhöhung der vorgesehenen Kosten.

Heutigen Medienberichten zufolge, die sich auf „gut informierte Kreise“ beziehen, soll die Brücke erst Mitte 2021 fertig werden. Mitte 2016 wurde noch von einer Verkehrsfreigabe im August 2020 gesprochen. Damit sind wir schon rund ein Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Experten gehen offenbar deshalb von Mehrkosten „im oberen einstelligen Millionenbereich“ aus.

„Wichtig ist, dass die staugeplagten Linzerinnen und Linzer sowie die Pendler endlich Klarheit bekommen, wie lange noch auf die neue Donaubrücke gewartet werden muss. Hein soll endlich die Karten auf den Tisch legen, und seinen aktuellen Wissensstand kundtun!“, so ÖVP-Klubobmann Martin Hajart in Richtung des städtischen Verkehrsreferenten. Bislang vermied Hein jegliche klare Aussage in Bezug auf die Probleme beim Brücken-Neubau sowie auch eine Information an den Gemeinderat. Kritisch sieht Hajart jedenfalls, dass sich der Punkt „Neue Donaubrücke“ nicht auf der Tagesordnung des Verkehrsausschusses am 16.09.2019 findet. „Für mich ist Heins Informationsblockade eine Missachtung des Gemeinderats als oberstes, demokratisch gewähltes Organ. Offenbar ist man auf die Recherchen von Medien angewiesen, um an Informationen zu gelangen. Der Linzer Verkehrsreferent war bislang nicht dazu bereit,“ so der ÖVP-Klubobmann.

Die ÖVP wird im Verkehrsausschuss am Montag jedenfalls klare Antworten einfordern. Hajart: „Hein kann sich nicht mehr länger wegducken, er wird sich erklären müssen.“

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Credit: Parzer