Wie viele Schulden hat Linz wirklich?

 

„Eiertanz um Schuldenfrage muss endlich ein Ende haben? Wie viele Schulden hat Linz wirklich?“

„Wie hoch sind die Schulden der Stadt wirklich? Diese seit Jahren strittige Frage soll mit dem neuen Budget endlich transparent und für alle nachvollziehbar beantwortet werden“, ist Klubobmann Martin Hajart angesichts der Situation besorgt. Dieser seit Jahren veranstaltete Eiertanz um die Schuldenfrage müsse endlich ein Ende haben. Schließlich wurde mit der Finanzdirektion vor zwei Jahren vereinbart, dass der wahre Schuldenstand inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis zum Jahr 2025 offengelegt wird. Denn damit sollen auch ausgelagerte Schulden bzw. Einmaleffekte (Verkauf der Linz AG an die neu gegründete Unternehmensgruppe-Holding, Verkauf städtischer Wohnungen an die stadteigene GWG,..) klar und transparent offenkundig werden.

Klar ist, dass die offiziellen rund 750 Millionen Euro „Magistrats-Schulden“ nur die Spitze des Schuldenbergs sind. Inklusive ausgelagerter Schulden, die ebenso aus dem städtischen Budget zu finanzieren sind, wird der Gesamtschuldenstand von Linz inoffiziell auf rund 1,6 Milliarden Euro (ohne GWG und Linz AG) geschätzt.

„Es ist zu befürchten, dass gerade für essentielle Zukunftsprojekte für Linz wie die 2. Schienenachse, kein oder zu wenig Geld in der mittelfristigen Finanzplanung reserviert ist“, so Hajart. Dieser Frage wird Klubobmann Martin Hajart heute Donnerstag, im Gemeinderat nachgehen und beim Finanzreferenten Bürgermeister Luger Antworten einfordern. Bekanntlich muss der Bürgermeister auf Antrag der ÖVP heute einen „unverzüglichen“ Bericht zur Finanzierung der 2. Schienenachse im Gemeinderat abgeben. (Tagesordnungspunkt D3)

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Credit: Parzer