Problem der Jugendgewalt an der Wurzel packen

 

Gemeinderätin Cornelia Polli zum Ergebnis der Linzer Sicherheitskonferenz

„Vernetzung der unterschiedlichen Institutionen gut und wichtig. Vielschichtiges Problem der Jugendgewalt muss aber an der Wurzel gepackt werden.“

  • Eltern in die Pflicht nehmen
  • Kinder- und Jugendhilfe früher einschalten

ÖVP-Gemeinderätin Cornelia Polli, bis vor kurzem Direktorin einer Linzer Mittelschule mit sehr hohem Ausländeranteil, begrüßt grundsätzlich die heute bei der Linzer Sicherheitskonferenz verkündete bessere Vernetzung der einzelnen Player beim Thema Jugendgewalt: „Es ist essenziell, dass sich Pädagogen, Exekutive, Kinder- und Jugendhilfe, Schulsozialarbeit und betroffenen Organisationen besser vernetzen. Ein gemeinsames Konzept ist gut und wichtig. Schließlich werden bei dieser vielschichtigen, komplexen Thematik auch keine einfachen Antworten zu erwarten sein“, prognostiziert Polli. Die besagten radikalen Gruppierungen wieder von der schiefen Bahn zu holen, sei positiv. Jedoch – und das kommt Polli bei den aktuellen Diskussionen zu kurz – müsse künftig der Fokus vor allem wieder bei den Eltern liegen, sie sind es, die in allererster Sicht für ihre Kinder verantwortlich sind. Wenn Eltern diese Verantwortung offensichtlich ablehnen und auch keine externe Hilfe in Anspruch nehmen wollen, so kann sich die ÖVP durchaus auch Sanktionen im Sozialsystem vorstellen.

Aus Sicht der ÖVP solle zudem die Kinder- und Jugendhilfe viel früher einschreiten. „In den vergangenen Monaten und Wochen ist einfach zu viel passiert. Derartige Radikalisierungen müssen bestenfalls schon vor dem Entstehen im Keim erstickt werden.“ Dann geht es jedoch auch wieder darum, dass sich die Kinder- und Jugendhilfe rechtzeitig im Sinne der Eigenverantwortlichkeit der Eltern zurückzieht.

Polli_Cornelia_2018.JPG
Credit: ÖVP Linz