Linzer Drogenstrategie

 

„ÖVP gab Initialzündung für dringend notwendige Linzer Drogenstrategie! – Erfreulich, dass bei der Linzer Suchtproblematik endlich hingeschaut wird.“

ÖVP-Initiative für wichtige gesellschaftliche Maßnahme soll umgesetzt werden:
„Unser Gemeinderatsantrag im Juni 2019 gab die Initialzündung für die Linzer Drogenstrategie“,
freut sich Klubobmann Martin Hajart über das heute präsentierte Konzept der Stadt Linz für diese dringend notwendige gesellschaftliche Maßnahme. Schließlich habe man seit mehreren Jahren immer wieder auf die Notwendigkeiten und Handlungsbedarfe in diesem Bereich aufmerksam gemacht.

Denn während im Jahr 2016 SPÖ und FPÖ noch gegen den Vorschlag der ÖVP Linz für eine Linzer Sucht- und Drogenstrategie gestimmt haben, hatte die FPÖ im Juni 2019 ihre Meinung geändert und dem ÖVP-Antrag für einen städtischen Aktionsplan gegen Drogenkonsum zugestimmt. Die Initiative wurde mehrheitlich ohne Stimmen der SPÖ und ihrer zuständigen Referentin Karin Hörzing beschlossen.

„Umso erfreulicher, dass jetzt auch die SPÖ die Problematik erkannt hat und handelt.“ Insbesondere die heute präsentierte grundlegende Analyse der Ist-Situation der Drogenproblematik in der Stadt, ist für Hajart ein wichtiger Schritt.

„Die ÖVP Linz hat in der Vergangenheit viele Inputs für die Linzer Sucht- und Drogenstrategie gegeben, die auch teilweise in die aktuelle Strategie eingeflossen sind. Uns ist es wichtig, das Problem an der Wurzel zu packen“, so Hajart.Prävention insbesondere im Kinder und Jugendbereich, Spritzen- und Löffeltausch als wichtige Gesundheitsmaßnahme, mehr Ärzte zur Substitutionsbehandlung und eine verstärkte städtische Sozialarbeit sind uns wichtige Anliegen.“

ÖVP-Vorschläge für eine Drogenstrategie:

  • Orientierung an „Best-Practice“-Beispielen wie der deutschen Stadt Frankfurt, die schon in den 80er und 90er Jahren eine Vorreiterrolle in diesem Bereich eingenommen hat, oder die Bundeshauptstadt Wien, welche seit 1999 über ein eigenes Drogenkonzept und seit 2013 über eine gesamtheitliche „Wiener Sucht- und Drogenstrategie“ verfügt.
  • Analyse der Linzer Situation, darauf angepasste Maßnahmen ergreifen.
  • Die Linzer Sucht- und Anti-Drogenstrategie soll fundiert auf die unterschiedlichen Zielgruppen eingehen, angefangen bei Kindern und Jugendlichen (Prävention), über Frauen und Männer mit ihren unterschiedlichen Problemlagen im Zusammenhang mit Drogenabhängigkeit (Sucht und Kriminalität, Sucht und Prostitution, usw.), über Menschen mit Migrationshintergrund (Sucht und Ausgrenzung), bis hin zu älteren Menschen (Sucht und Pflege).
  • Im Speziellen muss man sich mit folgenden Themen auseinandersetzen: Es ist aus unserer Sicht notwendig, die Möglichkeiten zum Spritzen- und Löffeltausch zu verbessern, um Krankheiten entgegenzuwirken, und die Gefahr von weggeworfenem Material auf Toiletten, in Mülleimern oder auf Spielplätzen zu minimieren.
  • Auch die GKK/ÖGK ist gefordert: Der derzeit in Linz herrschende Mangel an Ärzten, welche die Substitutionsbehandlung verschreiben können, muss behoben werden, um den Suchtkranken einen gangbaren Weg in/aus ihrer Misere mit ärztlicher Hilfe zu ermöglichen. Nicht zuletzt muss sich die städtische Sozialarbeit des Themas annehmen, um nötige Maßnahmen zu setzen, die Problemlage besser in den Griff zu bekommen.
  • Im Kinder- und Jugendbereich  soll die Präventionsarbeit verstärkt werden. Sport im Fokus, der den Nachwuchs von illegalen Drogen, aber auch möglichst von Alkohol fernhält.
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