Kältetelefon für Linz als Lebensretter für Obdachlose!

 

Derzeit bestehendes Angebot nicht ausreichend. ÖVP setzt sich im kommenden Gemeinderat für Hotline rund um die Uhr ein.

„Temperaturen unter null Grad sind für obdachlose Menschen oft gefährlich oder sogar lebensbedrohlich. Ein Linzer Kältetelefon nach Grazer Vorbild könnte daher Leben retten und Notsituationen verhindern“, sagt Klubobmann Martin Hajart. Für ihn geht es aber auch um den gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Hinschauen und nicht wegschauen, wenn es anderen schlecht geht. Mit der Einrichtung eines Kältetelefons, sollen die Linzerinnen und Linzer ermutigt werden, zu handeln.“  Schließlich können in Frostnächten Minuten entscheiden. Mit dem Kältetelefon könne die Stadt Linz in Kooperation mit Hilfsorganisationen eine rasche und unkomplizierte Hilfe in brenzligen Situationen anbieten. 

Für Hajart ist daher das derzeit bereits bestehende Angebot der Kälteschutz-Hotline des B37 zwar ein guter Ansatz, aber leider keinesfalls ausreichend. Schließlich bietet der Sozialverein das Angebot nur an drei Tagen die Woche jeweils 2 Stunden an. Zudem sei es wenigen bekannt. Hajart setzt sich daher in der kommenden Gemeinderatssitzung für die Einrichtung eines Kältetelefons für Linz rund um die Uhr ein. Zudem müsse in Folge auch die Nummer des Kältetelefons in der Bevölkerung publik gemacht werden. „Es geht darum, sicherzustellen, dass kein Mensch in der kalten Jahreszeit auf den Straßen erfrieren muss.“

Wer beispielsweise in Graz den Schlafplatz eines obdachlosen Menschen bemerkt, kann das Kältetelefon für Graz anrufen. Caritas-Mitarbeiter und Freiwillige nehmen dann Kontakt zu dem Obdachlosen auf und bringen ihn in einer Notschlafstelle unter. Personen, die eine Unterbringung ablehnen, erhalten ein Not-Paket bestehend aus einem warmen Schlafsack, einer Decke und einer Jacke. Zudem werden sie mit warmem Tee versorgt.

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Foto: ÖVP Linz