Linzer Verkehrsprobleme zuerst auf ebener Erde lösen, bevor man mit Stadtseilbahn abhebt.

2. Schienenachse muss bei städtischen Verkehrsmaßnahmen im Prioritätenranking ganz oben stehen.

 

Linz hat keine Zeit mehr für partei-taktische Manöver im Verkehrsbereich. „Jetzt müssen die dringend notwendigen Verkehrslösungen auf ebener Erde endlich für Linz angegangen und zeitnah realisiert werden“, kommentiert Vize-Bürgermeister Bernhard Baier die aktuelle Bundes-Resolution von SPÖ und FPÖ für eine Seilbahn. „Absolute Priorität muss daher die Umsetzung der zweiten Schienenachse haben. Dafür braucht es auch die finanzielle Unterstützung des Bundes. Die Nahverkehrsmilliarde des Bundes bietet daher die Chance, dass eine Realisierung nun trotz maroder Stadtfinanzen erfolgen kann“, so Baier weiter. Aber auch die seit mehr als 20 Jahren versprochene Verlängerung der Straßenbahn nach Pichling und überregionale Schienenverbindungen müssten bei den Linzer Verkehrslösungen im Prioritätsranking ganz oben stehen, und sollten damit auch einen ökologischen Beitrag leisten.

Die ÖVP Linz spricht sich daher für eine Priorisierung der Verkehrsprojekte aus und hält nichts davon, jedes Monat eine andere Idee aus dem Ärmel zu zaubern. Diese Vorgangsweise stärkt nicht gerade das Vertrauen in die städtischen Verkehrspolitik und schadet zudem unseren Interessen in Wien. Die ÖVP Linz wird daher im Gemeinderat der von SPÖ und FPÖ eingebrachten Resolution an den Bund nicht zustimmen. Dieser Beschluss bringt kein einziges Projekt auch nur einen Millimeter weiter. Im Gegenteil. Die Stadt wird mit solchen Aktionen immer unglaubwürdiger. „Wir werden uns daher dafür einsetzen, dass die Nahverkehrsmilliarde des Bundes für schienengebundene Infrastrukturprojekte verwendet werden soll“, so Baier abschließend.

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Credit: Parzer